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Odenwälder SchülerInnen streiken für ihr Recht auf gute, gerechte und kostenlose BildungAm 13.Januar zeigten die Odenwälder SchülerInnen im größten Streik der Odenwälder Geschichte was sie vom Bildungsabbau halten. Über 2500 SchülerInnen versammelten sich an jenem Dienstag morgen um 10 Uhr am Michelstädter Bahnhof um für ein besseres Bildungssystem in Hessen, mehr Lehrer, Lehrmittelfreiheit, qualitativ guten Unterricht, die Abschaffung von Kopiergeld und kleinere Klassen zu streiken. Einige davon kamen mit ihren Autos an und sorgten mit ihren Anlagen für gute Stimmung. Sowohl mit lautstarken Sprüchen wie "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!", als auch mit Schildern und Transparenten wurden die Forderungen der SchülerInnen verbreitet. Neben dem Organisator (dem Kreis-SchülerInnen-Rat Odenwald) waren auch der DGB, die GEW und die politischen Jugendorganisationen JuSos und SDAJ anwesend. Eingeladen waren auch alle 5 Parteien aus dem hessischen Landtag. Während Linke, Grüne und SPD der Einladung folgten, blieben CDU und FDP lieber zu Hause anstatt sich die Forderungen der SchülerInnen anzuhören. Das rote Kreuz war netterweise da um die Streikenden mit Brezeln und warmen Getränken zu versorgen. Vom Bahnhof aus gingen die Streikenden, am Gymnasium Michelstadt vorbei, in Richtung Odenwaldhalle, wo die stellvertretende Landesschulsprecherin Fiona Merfert eine Ansprache hielt. Sie betonte noch einmal die Forderungen der SchülerInnen und sagte, dass die vom KSR erwartete Zahl an Streikenden weit übertroffen wurde. Danach gings weiter, vorbei an dem Beruflichen Schulzentrum und der Schule am Sportpark zum Wiesenmarktsplatz in Erbach, wo die GEW sich in einer Rede mit den SchülerInnen solidarisierte. Danach verkündeten die 3 anwesenden Parteien ihre Vorstellungen eines besseren Schulsystems. Zum Abschluss spielte noch eine Tote-Hosen-Coverband. Doch trotz dieser gelungenen Demonstration startete CDU und FDP gleich eine Hetzkampange gegen die SchülerInnenbewegung. Die Direktkandidatin der CDU Judith Lannert behauptete auf einer Podiumsdiskussion nicht eingeladen worden zu sein obwohl der KSR dies in einer Presseerklärung durch Veröffentlichung der gesendeten E-Mails widerlegte. Auch drohte sie an mit "rechtlichen Schritten" gegen die Streikenden vor zu gehen, weil sie das Recht auf Meinungsäußerung und Streik für wichtiger hielten als die Schulpflicht in einem miesen Bildungssystem. Dieser Angriff der herrschenden Partei gegen die demokratischen Rechte der SchülerInnen ist ein Versuch die Politik in Hessen weiter auf dem asozialen und antidemokratischen Kurs zu halten. Doch der Wiederstand gegen das Bildungssystem der Herrschenden wird wachsen und kein "Konjunkturpaket" wird die Probleme in unseren Schulen verschleiern können. Die zukunftslosen Aussichten in Haupt- und Realschulen, der große Leistungsdruck in den Gymnasien und die mittelalterlichen Lehrpläne, die sich nur an den Interessen der Unternehmer und nicht an den kulturellen und individuellen Wünsche der SchülerInnen orientieren, sind Probleme für die Entwicklung jedes einzelnen Schülers. Diese Probleme können nur gelöst werden wenn die SchülerInnen auch weiterhin und auch in anderen Teilen Deutschlands (wie in Darmstadt am 15.1.) für ein gutes und gerechtes Bildungssystem streiken. Von allein hat sich noch nie etwas geändert. Hören wir jetzt auf wird alles nur noch schlimmer. Machen wir weiter können wir alles erreichen. Für ein gutes, freies, demokratisches und gerechtes Bildungssystem! SDAJ Odenwald Michelstadt 19.1.2009 |
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