![]() |
|
Zur Auseinandersetzung um die gesetzliche UmlagefinanzierungHinweise und ArgumenteLehrstellenmangel und Berufsbildungsbericht 1999 Wie aus dem Berufsbildungsbericht 1999 hervorgeht, wurden gegenüber dem Vorjahr sogar ca. 12.600 betriebliche Lehrverträge weniger abgeschlossen. Nur mit staatlichen Mitteln (Jump-Programm, Länderprogramme) konnte insgesamt ein Zuwachs an Ausbildungsverhältnissen erreicht werden. In irreführender Weise wird der Lehrstellenmangel oft auf den bloßen Vergleich von noch freien Lehrstellen und "unversorgte" Jugendliche reduziert. Unterschlagen werden dabei u.a. alle sich in einer sog. "Warteschleife" befindlichen Jugendlichen. Auch eine regionale oder im West/Ost Maßstab relativierende Betrachtung verzerrt das tatsächliche Problem. Zu dem von der Verfassung gefordertem auswahlfähigen Angebot (mit 12,5 % Überhang!) fehlen weit über 200.000 Ausbildungsplätzen. Argumente für die Umlagefinanzierung In der gegenwärtig Lehrstellenkrise bleiben vor allem die lernschwächeren Jugendlichen, die eine besondere Unterstützung benötigen, auf der Strecke. Besonders für diese Jugendlichen muss die Flickschuhsterei der "Maßnahmen" durch pädagogisch sinnvoll organisierte Ausbildungsgänge (z.B. auch in Produktionsschulen) beendet werden. Um für alle(!) Jugendlichen geeignete Ausbildungsbedingungen zu schaffen ist eine solide finanzielle Grundlage erforderlich, die auch angesichts der Finanzknappheit der öffentlichen Kassen nur über eine gesetzliche Umlagefinanzierung realisiert werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen und um die hierfür erforderlichen Mittel bereitstellen zu können, müssen die Gesetzentwürfe von SPD und Grünen allerdings entsprechend nachgebessert werden! JUMP-Programm Entgegen der landläufigen Meinung zielt das JUMP-Programm im Kern nicht auf die Bereitstellung(!) von mehr Lehrstellen. Dies hat auch Minister Riester immer wieder betont. Um so verantwortungsloser war es, das ROT-GRÜN ihr Gesetz zur Umlagefinanzierung der Ausbildung nicht unmittelbar nach der Regierungsübernahme im Bundestag auf den Weg gebracht hat. Wertvolle Zeit, inzwischen über 1 1/2 Jahre, sind dadurch verloren gegangen. Politisch hat das JUMP-Programm deshalb auch als ein Verhinderungs-programm zur Neuordnung der Berufsausbildung gewirkt. In seiner bisherigen Wirkung unterstützt das JUMP-Programm aber im doppelten Sinne die Forderung nach der gesetzlichen Umlagefinanzierung:
Helmut Weick 20.2.2000 Weitere Informationen: |
|
|
Home Veranstaltungen Newsletter DKP Online Infobrief IDDD das rote blatt Fraktion DIE LINKE. Programm & Diskussion Weitere Artikel: · Demokratie & Antifa · Krieg & Frieden · Arbeit & Soziales · Jugend & Bildung · Frauen · Umwelt · Geschichte · Chemie-Werker Merck · Kranichstein · Unser Weg Kontakt/Service: · EMail an uns · Datensicherheit · Ausgang, Links
(RSS) |