![]() |
|
|
DKP Online Infos, Termine, Veranstaltungen DKP DARMSTADT-DIEBURG C/o Friedhelm Spatz; Flughafenstr. 1A; 64347 Griesheim Tel.: 06155-64998; FAX: 06155-65672 E-Mail: info@dkp-darmstadt.de URL: "http://www.dkp-darmstadt.de"
Mit der Bitte um Kenntnisnahme bzw. Veröffentlichung
Inge Viett liest bei der DKP
Cuba libre bittersüß
mit Diskussion
Dienstag, 13. Juni 2000 um 19.30 Uhr
Bessunger Knabenschule, Teestube, Ludwigshöhstrasse in Darmstadt
Cuba libre bittersüß
Ein Reisebericht
Cubanismo in der Musik und im Film, Kuba als nahgerücktes
Fernziel des Tourismus... Auch Inge Viett ist nach Kuba gereist. Sie berichtet von ihren unmittelbaren Erfahrungen: von den kleinen Sorgen des alltäglichen Überlebens und den größeren Problemen der Perspektiven. Inge Viett erzählt von den Widersprüchen, die sich zwischen der Selbstbehauptung gegen die westliche Ordnung und dem Arrangieren mit derselben auftun. Kuba als Paradies in der Karibik?
Inge Viett verheimlicht nicht ihre Sympathie. Sie hat eine -
wenn auch manchmal bitter getrübte - Liebeserklärung an Kuba geschrieben.
Broschur, 128 Seiten, DM 19.80, Edition Nautilus
Inge Viett, geb. 1944, in Schleswig-Holstein als Pflegekind
aufgewachsen, zog 1969 nach Westberlin, wurde Mitglied der "Bewegung 2. Juni"; 1972 und 1975 verhaftet, brach beide Male aus dem Gefängnis aus. Beteiligt u.a. an der Lorenz-Entführung 1975 und an der Gefangenenbefreiung 1978. 1981 Schuss auf einen Polizisten, der sie hartnäckig durch Paris verfolgte. 1982 Übersiedlung in die DDR. 1990 verhaftet und 1992 verurteilt, im Januar 1997 aus dem Gefängnis entlassen.
AK "Kommunalpolitik"
Fortsetzung "Soziale Gerechtigkeit"
Auf unserer letzten Arbeitskreissitzung haben wir begonnen
unsere kommunalpolitischen Positionen zum Thema "Soziale Gerechtigkeit" zu diskutieren. Diese Diskussion wollen wir fortsetzen, unter anderem auch mit einer Diskussion zum Thema "Öffentlicher Beschäftigungssektor". Desweiteren wollen wir über ein Treffen der Kreisvorstände der PDS Darmstadt/Odenwald und der DKP Darmstadt-Dieburg berichten.
Dienstag, 27. Juni 2000
19.00 Uhr
Bürgerhaus Kranichstein, Grundstr. 10
in Darmstadt-Kranichstein, Seminarraum
Kreismitgliederversammlung
Auswertung des 15. Parteitages
Vom 2.-4. Juni 2000 findet in Duisburg der 15. Parteitag der DKP
statt. Über einige inhaltliche Aspekte haben wir schon in der letzten Ausgabe des IDDD berichtet.
Zu einer Auswertung des Parteitages laden wir alle Mitglieder,
aber auch interessierte Gäste, zu einer Kreismitgliederversammlung am
Dienstag, den 20. Juni 2000
19.30 Uhr
ins Bürgerhaus Kranichstein, Grundstr. 10 in
Darmstadt-Kranichstein, Seminarraum, ein
Der 1. Mai in Darmstadt
DGB: Fatale politische Fehlentscheidung
Eine Woche vor dem diesjährigen 1. Mai kündigte der
DGB-Kreisvorstand die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bündnis zur Vorbereitung einer gemeinsamen Demonstration und Kundgebung in Darmstadt auf. Für die Absage wurde vom DGB angeführt, es könne nicht geduldet werden, dass das Bündnis in seinem Flugblatt mit dem Aufruf zu Demonstration und Kundgebung am 1. Mai das "Bündnis für Arbeit" und die Politik des "Co-Management" in Betrieben politisch angreift. Ein Brief der IG BCE - Vertrauensleutekörperleitung und des Betriebsrates der Fa. Merck enthielt im Kern die gleichen Vorwürfe.
Begleitet wurde diese Entscheidung von einer unglaublichen
Pressekampagne, die in einem Artikel im "Darmstädter Echo" gipfelte, in der nach Herzenslust gelogen, diffamiert und beleidigt wurde. Klaus Staat, lokaler Oberkommentierer, produzierte einen Kommentar der eines Journalisten wahrlich unwürdig ist. Das internationale Bündnis, ein Gruppe von Ex- und Postkommunisten, mit ihrem Chef Bastian R. an der Spitze, habe sich den DGB als Gegner ausgesucht. Nun sollte man aber von einem ordentlichen Journalisten erwarten, dass er recherchiert bevor er schreibt. Mit ein klein wenig Mühe und ein bis zwei Telefonaten hätte er feststellen können, dass Bastian R. im Internationalen Bündnis weder an der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung beteiligt war noch dort "den Ton angibt". Bleibt die Frage: Welche Absichten verfolgt Klaus Staat mit solcherlei Desinformation? Wem dient er damit?
Einige inhaltliche Aspekte des Kommentars lassen tief in die
kleine bürgerliche Welt des Klaus Staat blicken: Die Gewerkschaften hätten ihr Ziel, "die Klassen zu überwinden, weitgehend erreicht". Postkommunisten sei die Vorstellung, "Arbeit und Kapital könnten dem gleichen Ziel dienen, nicht erträglich". Als ob sich an den Eigentumsverhältnissen in diesem Land etwas grundlegend verändert hätte. Trotz Mitarbeiteraktien und anderen Augenwischereien: 2 - 3 Prozent aller Haushalte besitzen die Hälfte des Geldvermögens, rund 80 Prozent des Aktienvermögens liegt in der Hand von Unternehmen, vorwiegend Banken und Großkonzerne.
In den drei vorangegangenen Jahren hat es jeweils eine vom
Internationalen Bündnis und vom DGB-Starkenburg gemeinsam getragene 1. Mai-Veranstaltung gegeben. Zur Historie: 1996 hielt es der hiesige DGB für "modern" den 1. Mai in Form eines Grillfestes im Hinterhof des DGB-Hauses zu begehen. Viele Kolleginnen und Kollegen waren mit diesem Beschluss nicht einverstanden und organisierten selbständig die 1. Mai-Demo. Dies war die Geburtsstunde des Internationalen Bündnisses. 800 Menschen nahmen an der Demonstration teil, 40-50 Leute am Grillfest des DGB. Nach dieser Peinlichkeit führte der DGB in den darauf folgenden Jahren Demonstration und Kundgebung gemeinsam mit dem "Internationalen Bündnis" durch.
Auch schon damals wurde das "Bündnis für Arbeit" kritisiert. Die
Begründung des DGB für seinen diesjährigen Rückzug mutet da schon etwas seltsam und vorgeschoben an. Oder sollte die Tatsache ein Rolle spielen, dass es zur Zeit eine rot-grüne Bundesregierung gibt und nicht wie in Vergangenheit die Regierung Kohl?
Abenteuerlich wirkt es gar, wenn der DGB-Kreisvorsitzende
Hoffmann in einem Interview mit dem Hessischen Fernsehen am 1. Mai in der Hessenschau kundtut, das "Bündnis für Arbeit" sei "eine gewerkschaftliche Grundforderung". Oder verwechselt der DGB-Kreisvorsitzende und SPD-MdB in Personalunion gewerkschaftliche Positionen mit Beschlüssen der rot-grünen Bundesregierung? Nach der Wahl Hoffmanns zum Bundestagsabgeordneten gab es außerhalb und innerhalb der Gewerkschaften Kritik an der Aufrechterhaltung seiner Position als Kreisvorsitzender des DGB Starkenburg. Befürworter dieser Symbiose meinten damals so könnten Gewerkschaftspositionen in die SPD getragen werden. Heute ist klar, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Dieses Dilemma ließe sich nur auf eine Weise lösen: Walter Hoffmann müsste schleunigst sein DGB-Mandat niederlegen.
Neben falschen Rücksichtnahme auf die Bundesregierung dürften
allerdings auch interne Reibereien der Einzelgewerkschaften Grund für den Rückzug des DGB gewesen sein. Der voreilige Tarifabschluss der IG BCE bei der aktuellen Tarifrunde, die Beschlüsse der ÖTV-Kreisdelegiertenkonferenz sowie die laufende Tarifrunde im öffentlichen Dienst dürften die schon vorhandenen Spannungen noch erhöht haben.
Der DGB ist in den Vorgesprächen mit dem Mai-Bündnis mit dem
Anspruch angetreten, sich besser als in den Vorjahren darzustellen. Infostände der Einzelgewerkschaften und eine bessere Mobilisierung im Betrieb waren angedacht. Aber schon vor Ostern war klar: In den Darmstädter Betrieben wurde von Seiten des DGB kaum bis gar nicht mobilisiert. Man konnte sich also in Funktionärskreisen ausrechnen, wie die diesjährige Mai-Feier aussehen würde. Seine eigene organisationspolitische Schwäche (und letztendlich die Schwäche der Einzelgewerkschaften) eingestehen wollte man nicht, der Rückzug war der einfachste aller Wege.
Wie weiter? Der DGB hat mit seiner Entscheidung sich von Demo
und Kundgebung zurück zu ziehen eine politische Fehlentscheidung getroffen. Er, der eigentlich zusammenführen und integrieren sollte, hat sich selbst ins politische Abseits manövriert. Das sich dabei auch ausländerfeindlicher Polemik ("Da wird auch viel türkisch geredet. Das verstehen wir gar nicht. Und hinterher erfahren wir, dass die die Revolution ausrufen." Zitat Walter Hoffmann) bedient wurde ist für die vielen ausländische Gewerkschaftsmitglieder bitter. Dies hat neue Gräben aufgetan und nicht die internationale Solidarität gefördert, wie es am 1. Mai, dem "Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse) notwendig und wichtig gewesen wäre.
Das Internationale Bündnis hat in einem offenen Brief an den
Betriebsrat und die Vertrauensleute der IG BCE seine Positionen für den nächsten 1. Mai formuliert:
"Positiv an unseren Gewerkschaften ist doch, dass Menschen
unterschiedlicher politischer Ansichten gemeinsam für ihre Interessen eintreten. Deshalb darf es keine verordnete Einheitsmeinung geben. Die grundlegende Gemeinsamkeit aller Gewerkschaftsmitglieder ist der Interessengegensatz zum Unternehmerlager. Im Rahmen dieses Gemeinsamen gab und gibt es innerhalb aller Gewerkschaften in allen Ländern stets unterschiedliche Vorstellungen über die jeweils beste Strategie und Taktik, die eigenen Interessen voran zu bringen. Wir nehmen für uns in Anspruch, einen nicht unbedeutenden Anteil der Gewerkschaftsmitglieder zu vertreten, die aus guten Gründen mit der sogenannten offiziellen Linie, d. h. der Propagierung von "Bündnis für Arbeit" und "Co-Management", nicht einverstanden sind (...).
Wir glauben, dass den Interessen unserer Gewerkschaften am
besten gedient ist, wenn am nächsten 1. Mai das "Internationale Bündnis" und der DGB wieder gemeinsam zu Demonstration und Kundgebung aufrufen und wenn eine gemeinsame Abschlusskundgebung das tatsächlich vorhandene Spektrum an gewerkschaftspolitischen Vorstellungen in der Mitgliedschaft zum Ausdruck bringt."
Bleibt zu hoffen, dass auch der DGB dies erkennt und danach
handelt.
Rainer Keil
5 Jahrzehnte Israel - Kein Frieden für Palästina
Infoveranstaltung mit der israelischen Rechtsanwältin, Autorin
und Trägerin des alternativen Nobelpreises Felicita Langer zur Situation in Israel und Palästina
Donnerstag, 8. Juni 2000
19.00 Uhr
Hörsaal im Schloß (46/36)
TU Darmstadt
Veranstalter: AStA TU und FH Darmstadt
|
|
|
Home Veranstaltungen Newsletter DKP Online Infobrief IDDD das rote blatt Fraktion DIE LINKE. Programm & Diskussion Weitere Artikel: · Demokratie & Antifa · Krieg & Frieden · Arbeit & Soziales · Jugend & Bildung · Frauen · Umwelt · Geschichte · Chemie-Werker Merck · Kranichstein · Unser Weg Kontakt/Service: · EMail an uns · Datensicherheit · Ausgang, Links
(rss@dkp.de) |