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DKP Online
Infos, Termine, Veranstaltungen DKP DARMSTADT-DIEBURG C/o Friedhelm Spatz; Flughafenstr. 1A; 64347 Griesheim Tel.: 06155-64998; FAX: 06155-65672 E-Mail: dkp.darmstadt@t-online.de URL: "http://www.dkp-darmstadt.de"
Aufruf zum Ostermarsch
Die NATO hat vor zwei Jahren unter Mitwirkung der
Bundesregierung Krieg gegen Jugoslawien geführt. Es hieß, man wolle einen Völkermord verhindern. Dabei hat die NATO das Völkerrecht gebrochen, Grundgesetz und UNO-Charta wurden außer Kraft gesetzt.
Heute wissen alle, einen Völkermord gab es nur bei den
Propagandisten des Krieges. Unschuldige Menschen mußten sterben. Ein Land wurde zerstört. Uranhaltige Munition belastet die Lebensgrundlagen der Menschen über Generationen. Selbst die eigenen Soldaten wurden nicht verschont. Auch jetzt, da die Lügen geplatzt sind, drücken sich die Verantwortlichen um das Eingeständnis ihrer Schuld.
Erneut wurde der Beweis erbracht, daß Krieg kein politisches
Problem im Interesse der Menschen löst. Dennoch steht es nicht gut um den Frieden. Krieg soll Mittel der Politik bleiben. Die Strategie der militärischen Intervention, in Jugoslawien erprobt, wird weiter entwickelt. So sollen wirtschaftliche und politische Großmachtinteressen der führenden NATO-Länder weltweit durchgesetzt werden. Die NATO rüstet weiter auf. 210 Milliarden Mark, die beim Sozialen fehlen, sollen in den nächsten Jahren alleine für die Modernisierung der deutschen Waffen ausgegeben werden. Die Europäische Union macht nun als eigenständige Militärmacht von sich reden.
Die Bundesregierung versucht den Unterschied zwischen
Wahlversprechen und realer Politik zu vernebeln. Während zivile Friedensdienste marginal gefördert werden, wird die Bundeswehr zur weltweit operierenden Interventionsarmee umgebaut. Mit dem einstigen Verteidigungsauftrag hat das nichts mehr zu tun. Das sagen inzwischen auch ehemalige Generale der Bundeswehr. Unglaubwürdig ist auch die deutsche Rüstungsexportpolitik. Sie soll zwar restriktiv ausgerichtet sein, liegt aber weltweit an der Spitze. Damit öffnet die Bundesregierung dem Handel mit dem Tod Tür und Tor.
Die Friedensbewegung fordert eine Abkehr von Rüstung und Krieg.
Eine vorausschauende Politik muß her, die durch zivile Konfliktlösungen zu einem friedlichen Ausgleich führt. Deshalb fordern wir: einen Verzicht auf jegliche Militäreinsätze und die sofortige Auflösung der "Einsatzkräfte" für Auslandseinsätze; Beachtung des Friedensgebotes des Völkerrechts und die umfassende Förderung von ziviler Konflikt- und Krisenprävention; eine quantitative und qualitative Abrüstung und die Verwendung der freiwerdenden Mittel für soziale, ökologische und kulturelle Aufgaben; einen sofortigen Stopp von Rüstungsexportgeschäften ein Nein zu weiterer Atomrüstung und ein Verbot von Uran-Munition; den Abzug der NATO-Truppen aus Jugoslawien und Beseitigung der Kriegsschäden; keine weitere Abschiebung von Kriegsflüchtlingen über den Frankfurter Flughafen.
Für die Herausforderungen des begonnenen Jahrtausends brauchen
wir nicht mehr Waffen. Wir brauchen Abrüstung, Soziale Gerechtigkeit und eine umweltverträgliche Wirtschaftspolitik. Statt eines Internationalen Waffenhandels fordern wir Internationale Solidarität, eine Entschuldung der armen Länder und ein friedliches Zusammenleben der Völker. Ostermontag, 16.04.2001 Frankfurt am Main Frankfurter Ostermarsch
"Kriege verhindern - Für Frieden, Abrüstung und internationale
Solidarität"
10:30 Uhr Rödelheim, Bahnhof
11:00 Uhr Offenbach, Stadthof (Rathaus)
11:30 Uhr Eschersheim, Weißer Stein
11:30 Uhr Niederrad, Bruchfeldplatz
13:00 Uhr Abschlusskundgebung auf dem Paulsplatz
Kontakt: Ostermarschbüro Frankfurt am Main
c/o Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77,60329
Frankfurt am Main
tel.: 069 / 24249950, fax: 069 / 24249951, e-mail:
Frieden-und-Zukunft@t-online.de
Gruppe Stadt
Mitgliederversammlung
Die nächste Mitgliederversammlung der Gruppe Stadt Darmstadt
findet statt:
Freitag, den 27.04.2001
19.30 Uhr
Bürgerhaus Kranichstein, Grundstr. 10 in Darmstadt-Kranichstein
Seminarraum
Themen:
Roter Bildungsurlaub am Ammersee - Vorbereitungen
Veranstaltung mit Rainer Rupp am 16.5.2001 - Vorbereitungen
Pressefest - Mobilisierung
Aktionsplan für Aktivitäten an der Bergstrasse
Verschiedenes
Gäste sind willkommen!
Kommunalwahl 2001 in Darmstadt
Eine erste Bilanz
Die Kommunalwahl in Hessen ist vorbei. Erstmals wurde mit einem
veränderten Wahlsystem - man durfte kumulieren und panaschieren, die Fünf-Prozent-Sperrklausel war weg - wählen.
Auffällig bei dieser Wahl war die geringe Wahlbeteiligung, die
sicher nicht nur am auf den ersten Blick komplizierten Wahlverfahren gelegen hat (jeder Wähler / jede Wählerin hätte auch wie die Jahre vorher nur ein Listenkreuz zu machen brauchen).
So sind denn auch bei uns in Darmstadt nur 49,8% zu den
Wahlurnen gepilgert.
In diesem Zusammenhang sollte man schon einmal die Frage stellen
welche Legitimation eigentlich die neue Stadtverordnetenversammlung hat. Immerhin sind über die Hälfte der wahlberechtigten Bevölkerung zu Hause geblieben.
Als Sieger feiern ließ sich schon Sonntags abends nach dem
Trendergebnis die CDU. Aber der Blick auf reine Prozentzahlen täuscht: Die CDU hat im Vergleich zu den Kommunalwahlen 1997 annähernd 2.000 Stimmen verloren. Ähnlich erging es der SPD (-3.800 Stimmen) oder den Bündnisgrünen (-3.200 Stimmen). Zu den Verlierern zählen darf man in Darmstadt auch getrost die Liste Europa (- 2000 Stimmen) und auch die Partei DIE FRAUEN (- 600 Stimmen).
Unsere gemeinsame Liste von PDS und DKP erreichte 649 Stimmen
(1,3%).
Wer die eigenen Möglichkeiten realistisch eigeschätzt hat ist
mit diesem Ergebnis sicher zufrieden. Bei unserem geringen Wahlkampfetat (3.000 DM) und der eindeutig linke, sozialistische Ansatz unserer Liste war nicht zu erwarten, dass wir das gesamte Wählerpotential der PDS ausnutzen können. Mit der Kandidatur von OS/3, der Liste AUF und mit Abstrichen auch der Gruppierung "UFFBASSE" war die Konkurrenz am linken Parteienspektrum auch sehr groß.
Unsere besten Ergebnisse hatten wir im Darmstädter Nordbezirk
(2,1%) und im Stadtteil Kranichstein (1,9%). Ein großer Erfolg ist es das wir in Kranichstein nach den etablierten Parteien CDU, SPD, Grünen und FDP fünftstärkste Partei geworden sind. Eher schwach abgeschnitten haben wir in Eberstadt (0,8%) und in Wixhausen (0,7%). Dies bestätigt schon die These von den letzten Kommunalwahlen, dass dort wo wir präsent sind auch gute Wahlergebnisse möglich sind.
Interessant für uns war auch das erste Trendergebnis vom
Wahlsonntag. Bei diesem Ergebnis wurden nur jene Stimmzettel ausgewertet die ausschließlich eine Liste gewählt hatten. Hier lagen wir noch vor OS/3, den Frauen und gleichauf mit der Liste Europa.
Wäre mehr drin gewesen? Ich denke nur minimal. Wir hatten leider
nur 22 Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste. Hätten wir die notwendigen 24 aufgestellt wäre ein etwas besseres Ergebnis möglich gewesen, aber für einen zweiten Sitz hätte es kaum gereicht. Auch die Tatsache das wir (im Vergleich zu OS/3) wenig "prominente" Kandidatinnen und Kandidaten auf unserer Liste hatten, muss man bei der Bilanz unseres Ergebnisses bedenken. Ob mit mehr Geld wirklich mehr erreichbar gewesen wäre wage ich zu bezweifeln.
Fakt ist, dass es erstmals nach dem Auszug der KPD aus dem
Darmstädter Stadtparlament vor fast genau 50 Jahren wieder Kommunisten (leider nur einer) in diesem Parlament vertreten sind. Wie und in welchem Umfang wir dies nutzen können hängt von vielen Faktoren ab. Gelingt es uns zu einem arbeitsfähigen Gremium, dass die Parlamentsarbeit begleitet und unterstützt, zu kommen? Welche finanziellen Mittel stehen uns zur Verfügung und wie können wir sie nutzen?
Erste Schritte wurden getan: wir haben unter den "kleinen"
Parteien im Darmstädter Stadtparlament eine Gemeinschaft zur Besetzung der Ausschüsse vereinbart. Ohne diese Absprache wäre niemand von uns in einen Ausschuss gekommen. Wir wollen Strukturen aufbauen um ansprechbar zu sein: Telefon, E-Mail, Internet. Wir müssen überlegen wie wir die große Mehrheit der Menschen in Darmstadt über unsere Arbeit informieren.
Unser Anspruch vor der Wahl war es in Darmstadt die Rolle einer
linken Opposition zu übernehmen, außerparlamentarische Bewegung zu unterstützen und zu fördern. Dieses Ziel müssen wir langfristig und geduldig angehen. Die Bedingungen dafür sind gut: Es gibt zwischen PDS und DKP in Darmstadt ein konstruktives Arbeitsklima und den gemeinsamen Willen das Projekt "PDS-DKP/Offene Liste" erfolgreich zu gestalten.
Leider hört dieses Klima aber schon an der Darmstädter
Stadtgrenze auf: In einer Erklärung des PDS-Landesvorstandes wurde das Abschneiden der PDS bei den Kommunalwahlen als "großer Erfolg" gewertet. Die Zahl der hessischen Mandatsträger sei von "4 auf 17 auf das vierfache" angewachsen. Mit in der Liste der erfolgreichen PDS-Kandidaturen: Darmstadt. Kein Wort über die gemeinsame Liste und die DKP. Dieses Interesse des PDS-Landesvorstandes hätte ich mir vor und währender Wahl auch nur in Ansätzen gewünscht. Damals spielte Darmstadt aufgrund unserer gemeinsamen (auch sich im Namen manifestierenden) Liste keine Rolle.
In einer Übersicht über hessische Ergebnisse wurde dann sogar
noch die Linke Liste Wiesbaden kurzerhand mitangeführt. Die Krone setzt dann der Landesvorsitzende der PDS, Rolf Gensert, der ganzen Sache noch auf, indem er die Ergebnisse als Bestätigung der Westaufbau-Strategie der PDS lobt.
Mit solch oberflächlichen und falschen Einschätzungen tut
Gensert sich und seiner Partei keinen Gefallen.
Rainer Keil
Wilhelm Ruppert zum 80. Geburtstag!
Am 26. April feiert unser Genosse Wilhelm Ruppert seinen 80.
Geburtstag. Geboren im Reinheimer Stadtteil Ueberau als ältestes Kind eines Merck-Arbeiters erlernte er den Schreinerberuf. Bestimmend für sein gesellschaftliches Handeln wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Eintritt im Oktober 1945 in die Kommunistische Partei Deutschlands - KPD - . Willis Parteifunktionen in der Grundorganisation, in verschiedenen Kreisen und Parteibezirken zu nennen, würde den Rahmen dieses Glückwunsches sprengen. Mit bekannten kommunistischen Arbeiterfunktionären wie Willi Mohn, Max Schäfer oder dem früheren hessischen Arbeitsminister Oskar Müller arbeitete Willi Ruppert eng zusammen. Er wurde nach dem durchsichtigen und widerrechtlichen Verbot der Partei im Dezember 1957 in Bayern verhaftet und zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt.
Bei der Neukonstituierung der Deutschen Kommunistischen Partei
DKP - war Willi Ruppert Sprecher des Landesausschusses der DKP Hessen. Sein politischer Schwerpunkt war jahrzehntelang die Vertretung der Interessen der Arbeiter und Angestellten im Betrieb. Willi Ruppert war gewerkschaftlicher Vertrauensmann und Betriebsrat bei MERCK. Im Mal 1951 wurde er dort von der Geschäftsleitung wegen Aktionen gegen die kommende Remilitarisierung der Bundesrepublik entlassen.
In Reinheim war er bereits 1951 im Magistrat vertreten und ab
Oktober 1972 bzw. ab 1981 DKP-Stadtverordneter bzw. Magistrat. Willi Rupperts Anliegen war es stets, jüngere Genossen an die Parteiarbeit heranzuführen und zu qualifizieren. Die Verbreiterung des Leserkreises der UZ - Zeitung der DKP - sowie der Reinheimer Zeitung der DKP - UNSER WEG - , die Willi maßgeblich aufgebaut und redaktionell betreut hat, war für ihn Möglichkeiten, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre kleinen und großen Sorgen kennen zu lernen.
Sein Wissen und sein großes Archiv über die Geschichte der Stadt
Reinheim und über die Arbeiterbewegung versetzten ihn in die Lage, zwei Lesebände "Reinheimer Geschichte - von Gestern bis Heute" und "UEBERAU - Das rote Dorf" (zweite Auflage Dezember 1998) aufzulegen. Im Januar d.J. hat der Jubilar der Stadt Reinheim eine umfangreiche Sammlung von informativen, zeitgeschichtlichen Dokumenten und Fotos übereignet, die als "Wilhelm-Ruppert-Sammlung" im Stadtarchiv ihren Platz erhalten hat.
Es ist fast überflüssig, zu erwähnen, dass Willi Ruppert
Mitbegründer des DGB-Ortskartells Reinheim ist und dass er bereits vor Jahren für 50-jährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft HBV - heute ver.di - geehrt wurde.
Willi Ruppert gehörte zu den Wiedergründern der
Sportgemeinschaft 1919 Ueberau, spielte jahrelang zusammen mit seinen Brüdern Werner und Eduard in der Ersten Fußballmannschaft und ist heute mit 80 noch aktiver Sänger. Diese Aufzählung kann nicht vollzählig sein.
Es ist keine Floskel, wenn zu seinem 80. Geburtstag festgehalten
wird, dass seine Frau und Genossin Kätha bei diesem langen Marsch durch die Mühen der Ebene immer an seiner Seite stand, mit ihm an dem "Einfachen" arbeitet, "dass schwer zu machen ist".
Es sind noch Plätze frei!
24. - 27. Mai 2001
In der Otto-Huber-Hütte in Breitbrunn am Ammersee
Wir haben neben vielen gemeinsamen Freizeitaktivitäten noch
folgende Programmpunkte vorgesehen:
Fahrt ins ehem. KZ Dachau
Alternativer Stadtrundgang in München
Einstieg in die Debatte um ein neues Parteiprogramm der DKP
Wir kochen selber, Unterbringung im Matratzenlager oder im Zelt.
Für ältere Genossinnen und Genossen gibt es die Möglichkeit im nahegelegenen Gasthof (10 Min. Fußweg) zu übernachten (Preis auf Anfrage).
Kosten (für Übernachtung, Verpflegung, Spritgeld):
Für Normalverdiener: 150,- DM
Ermäßigt für Schüler, Arbeitslose: 100,- DM
Kinder bis 12 Jahre kostenlos. Für Kinderbetreuung wird gesorgt.
Verbindliche Anmeldung bis 30. April 2001 bei:
Rainer Keil 06151-71 39 96 oder unter info@dkp-darmstadt.de
Der Teilnehmerbeitrag ist bei Anmeldung zu entrichten.
Eine kleine Bitte zum Schluß:
Der Wahlkampf hat unsere Kreiskasse bis an den Rand des
Machbaren belastet. Bitte unterstützt die Arbeit der DKP durch eine Spende auf unser Konto 107 562 62 bei der BfG Darmstadt, BLZ 505 101 11.
Spenden sind steuerlich absetzbar!
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