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DKP DARMSTADT-DIEBURG

LinksTreff Georg Fröba;

Landgraf-Philipps-Anlage 32; 64289 Darmstadt

Tel.: 06151-78 84 07; FAX: 06151-78 84 06

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Auf nach Berlin

Mit dem Zug zu Rosa und Karl

Unserem letzten IDDD konntet ihr den Aufruf zur LLL-Demo am 15.01.2012 in Berlin entnehmen.

Unser Kreisvorstand hat wieder eine Fahrt mit dem Zug nach Berlin organisiert.

Abfahrt wird am Samstag, dem 14.01.2012 um 05:05 Uhr ab Darmstadt, Hbf. sein. Zurück sein werden wir am Sonntag, den 15.01.2012 um 22:12 Uhr.

Untergebracht sind wir wie immer im Hotel Kolumbus in Doppelzimmern (Einzelzimmer gegen Aufpreis).

Preise (Zug Hin- und Zurück, Übernachtung mit Frühstück)

Normalverdiener: 120,- Euro

Geringverdiener, Schüler, Auszubildende, Erwerbslose: 80,- Euro

Die Plätze sind begrenzt, bitte möglichst schnell melden.

 

 

Gruppe Darmstadt - Bergstraße

Mitgliederversammlung

Die nächste Mitgliederversammlung der Gruppe Darmstadt - Bergstraße

findet statt:

 

Montag, den 19. Dezember 2011

19.30 Uhr

LinksTreff Georg Fröba

Landgraf-Philipps-Anlage 32

in Darmstadt

 

Berichte

Arbeitsplanung 2012

Verschiedenes

 

Gäste sind willkommen!

 

 

Rund 5.000 Menschen, darunter viele DKP-Mitglieder, demonstrierten am Samstag, den 3.12.11 gegen die Fortsetzung des Afghanistankrieges und für einen sofortigen, bedingungslosen und vollständigen Abzug aller NATO-Truppen aus Afghanistan.

Ein breites Protestbündnis der Antikriegs- und Friedensbewegung hatte zu Protesten gegen die vom 3.-5.12.2011 auf dem Petersberg in Bonn stattfindende Konferenz der Kriegsführenden mobilisiert – zwanzig Jahre nach Beginn des Krieges.

Einig waren sich alle Redner auf der Auftakt- und Abschlusskundgebung, dass es bei der Konferenz entgegen den in der Öffentlichkeit verbreitenden Eindruck von dem angeblich geordneten Rückzug bis 2014 in Wirklichkeit darum geht, wie die NATO-Mächte die dauerhafte Kontrolle über das geo- und ressourcenstrategisch wichtige Land dauerhaft sichern wollen.

 

 

Eine Kurzmeldung

Mord(s)geschäfte

Diese Überschrift hat das Odenwälder Echo (bewusst?) nicht für seine Kurzmeldung vom 28.11.11 über die Steigerung des deutschen Rüstungsexportes "um knapp 50%" gegenüber dem Vorjahr gewählt. "Lukrativer Rüstungsexport" titelt das Odenwälder Echo. Folgendermaßen erläutert das Duden Universalwörterbuch von 1983 das Wort ´lukrativ`: "einträglich, gewinnbringend u. dadurch für jemanden erstrebenswert". Ich kann mich bei dieser Wortwahl des Eindrucks nicht erwehren, dass dieser Mord(s)gewinn auch vom Odenwälder Echo mit der von ihm gewählten Überschrift als gewinnbringend begrüßt wird. "Rund zwei Drittel der Waffenlieferungen gingen an EU-Staaten oder Nato-Mitgliedsstaaten." meldet das Echo. Dass auch Griechenland Empfänger deutscher Waffenlieferungen ist und diese Waffenlieferungen von den Griechenland auferlegten Sparzwängen und Ausgabenkürzungen ausgenommen sind, davon schweigt dieses Blatt, ebenso davon, dass Waffenlieferungen nach Afrika und in die Golfstaaten gingen.

 

Für 2 Milliarden Euro hat die deutsche Rüstungsindustrie mit voller Unterstützung der ach so christlichen Bundeskanzlerin und ihrer fried- und menschenrechtsliebenden Partei Kriegsgüter ausgeführt. An das saudiarabische Regime, dessen demokratischer Charakter darin besteht, die eigene Bevölkerung, vor allem den weiblichen Teil, mit allen Mitteln zu unterdrücken und in jeder Hinsicht die Interessen der superdemokratischen USA und EU zu vertreten, wurden Leopard Panzer geliefert. Diese sind hervorragen dafür geeignet, innere Unruhen zu unterdrücken.Und das ist ausdrücklich vom angeblich demokratischen Westen gewollt; denn die Regimes der Golfstaaten stehen auf seiner Seite.

 

Mit den Evangelien, den Ursprungsdokumenten des christlichen Glaubens, können die Rüstung, Krieg und Unterdrückung fördernden allerchristlichsten Regierungen der USA und BRD ihre mörderische Politik bei Gott nicht rechtfertigen. "Heuchler" und "Schlangenbrut" sind wohl die adäquaten Bezeichnungen aus dem Neuen Testament für die Rüstung, Krieg und Unterdrückung fördernden allerchristlichsten Regierungen der USA und BRD. Vorsorglich weise ich darauf hin, dass eventuelle Beleidigungsklagen von Parteigängern dieser Regierungen wegen Verwendung dieser Begriffe gegen deren Urheber, gegen Jesus von Nazareth und gegen die AutorInnen des Neuen Testamentes, die davon erzählen, zu erheben sind.

 

Rechtlich zulässig, ist es ja inzwischen Soldaten als Mörder zu bezeichnen, angesichts der aktuellen Politik frage ich mich, ob es rechtlich nicht genauso zulässig ist, Rüstungskapitalisten und die ihnen hörigen Politiker als Mörder zu bezeichnen. In der Logik der herrschenden Rechtssprechung in Deutschland sind Täter mit ungünstiger Prognose, also solche, die wenn man sie nur lässt, ihr verbrecherischen Treiben fortsetzen, auf Dauer in Sicherungsverwahrung zu nehmen. Soweit will ich gar nicht gehen. Mir würde es reichen, diesen Damen und Herren die Mittel, mit denen sie ihre Untaten begehen aus der Hand zu nehmen.

Erste Schritte dazu hin sind Konversion der Rüstungsindustrie, Überführung der Schlüsselindustrien, also auch Großbanken in demokratisch kontrolliertes Gemeineigentum. Aufgrund der Erfahrungen mit dem Faschismus enthalten einige der vor dem Grundgesetz entstandenen deutschen Länderverfassungen solche eindeutigen Regelungen. Die praktische Anwendung dieser Regelungen haben die westlichen Besatzungsmächte und das Grundgesetz von 1949 verhindert.

Das aber muss nicht von Dauer sein, denn wir sind 99%, sie nur eine kleine radikale Minderheit von einem Prozent. Die 99% haben inzwischen weltweit begonnen, sich zu empören und die Orte zu besetzen, die symbolisch und real für die menschenverachtende Politik und Ökonomie dieser kleinen radikalen Minderheit stehen.

Reinhold Fertig, Michelstadt

 

 

Philipp Benz ist tot

Freund und Genosse

Unser Genosse Philipp Benz ist am 13.11.2011 im Alter von 99 Jahren verstorben. Die DKP verliert mit ihm einen hervorragenden Genossen, unermüdlichen Mahner gegen Faschismus und Krieg sowie einen guten Freund.

Philipp ist seiner Weltanschauung trotz KPD-Verbot und Illegalität treu geblieben. Er gehört der DKP seid ihrer Gründung 1968 an.

 

Philipp Benz wurde am 13. März 1912 in Arheilgen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule beginnt er eine Maurerlehre, die er aber auf Geheiß seines Vormundes abbrechen muss, um eine Ausbildung zum Landesvermessungsgehilfen zu beginnen. 1929 entschließt er sich aber, seiner Neigung nachzugehen und den Besuch der Baugewerbeschule fortzusetzen. Diese Ausbildung schließt er 1932 als Hochbauingenieur ab.

Bereits 1926, also mit 14 Jahren, tritt er der SAJ (Sozialistische Arbeiter Jugend) bei und engagiert sich bei den Naturfreunden. 1931 wird er Mitglied im Kommunistischen Jugendverband (KJVD), der Roten Hilfe und der KPD. Ab 1932 übernimmt er auch Funktionen innerhalb dieser Organisationen und engagiert sich politisch gegen den aufkommenden Nationalsozialismus.

Wegen dieser Tätigkeiten wird er Anfang September 1933 verhaftet und mit sieben weiteren Genossen in das KZ Osthofen eingeliefert. Nach seiner Entlassung wird er arbeitslos. Ende März 1934 erneut verhaftet, wird er vom Oberlandesgericht Darmstadt wegen Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt, aber mangels Beweisen freigesprochen. Um den ständigen Vorladungen durch die Gestapo zu entgehen, verlässt er nach seiner Freilassung Darmstadt. 1934 wird er als Arbeitsdienstler nach Nürnberg zum Reichsparteitag abkommandiert. 1935 arbeitet er als Katasterzeichner in Braunschweig, 1936/37 in einem Baubüro in Nürnberg. Erst 1945 kehrt er nach Arheilgen zurück. Hier lässt er sich als freischaffender Architekt nieder.

Nach 1945 engagiert er sich beim Wiederaufbau der KPD und zieht als ihr Mandatsträger in die Stadtverordnetenversammlung Darmstadt ein. Er wird Mitglied des Bauausschusses und übernimmt den Vorsitz des Sportausschusses. 1948 wirkt er bei der Zusammenführung der Arheilger Sportvereine zur Sportgemeinschaft Arheilgen mit. Dieser Sportgemeinschaft gehört er 20 Jahre als Mitglied an, für die Dauer von 10 Jahren übernimmt er den Vorsitz. Für diese Tätigkeit wird er 1973 mit der silbernen Verdienstplakette der Stadt Darmstadt geehrt. 1977 wird er zum Ehrenvorsitzenden der Sportgemeinschaft Arheilgen ernannt.

1949 gründet er die gemeinnützige Baugenossenschaft Arheilgen mit. Dabei wird er geleitet durch die drückende Wohnungsnot und dem Gedenken an die Prinzipien der Solidarität, des Genossenschaftswesens und der Selbsthilfe.

1972 gehört er zu den Gründern der Lagergemeinschaft Osthofen und steht seitdem als Zeitzeuge Schulklassen und anderen Gruppen bei Führungen zur Verfügung. Als einer der letzten noch lebenden ehemaligen Häftlinge des KZ Osthofen unterstützt er als Zeitzeuge den Förderverein Projekt Osthofen e.V. und die Landeszentrale für politische Bildung bei Führungen an der Gedenkstätte und an Schulen.

1976 verleiht ihm die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) die Widerstandsmedaille.

Ab 1980 ist er aktiv in der Friedensbewegung tätig und maßgeblich an der Entwicklung der Stadtführungen „Widerstand und Verfolgung in Darmstadt 1933-1945" beteiligt. Er wirkt im Projekt der Ev. Erwachsenenbildung „Zwangsarbeit in Südhessen" mit und publiziert in der „Zeitung für Darmstadt" Artikel zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Unermüdlich erinnert er in Leserbriefen, Zeitungsartikeln und offenen Briefen an die Schicksale politisch Verfolgter im NS-Regime wie zum Beispiel an den Widerstandskämpfer Georg Fröba, der wie Benz selbst, zeitweise im KZ Osthofen eingesperrt war und 1944 in Frankfurt-Preungesheim hingerichtet wurde.

Philipp Benz wurde geprägt durch das Scheitern der Weimarer Republik, die Niederlage der Arbeiterparteien und den Schrecken der NS-Diktatur. Diese Erfahrungen mündeten nach 1945 in seinen Entschluss, sich historisch mit der Arbeiterbewegung und ihrem Scheitern kritisch auseinander zu setzen und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen. Die Weitergabe seiner Erfahrungen und die pädagogische Vermittlung des politischen Widerstandes war ihm nach 1945 ein wichtiges Anliegen.

Philipp blieb all die Jahre seiner Partei – der DKP – treu. Sein kritischer Rat wird uns sehr fehlen. Wir werden sein Vermächtnis in Ehren halten und in seinem Sinne weiterarbeiten.

 

 

 

Der Mensch ist erst wirklich tot,

wenn niemand mehr an ihn denkt.
Bertolt Brecht

 

Unser Genosse

Horst Schneider

(geb. 05.06.1934)

ist am 20.10.2011 verstorben

Horst war seit frühester Jugend der kommunistischen Bewegung verbunden. Er war mit Leib und Seele Eisenbahner. Nach Faschismus und Krieg, als Jugendlicher, "heuerte" Horst bei der US-Armee an ist mit einem Militärzug kreuz und quer durch das zerstörte „tausendjährige Reich“ gefahren. Dort hat er, zeitlebens ein starker Raucher, auch das Rauchen gelernt. Illegale Tätigkeit für die KPD, Gefängnis, KPD-Verbot prägten ihn. So führte sein Weg ihn auch in die DKP. Anfang der 90er Jahre übernahm er im Deutschen Freidenkerverband Hessen die Aufgabe des Landesvorsitzenden. Er wurde in dieser Funktion über mehrere Wahlperioden hinweg immer einmütig bestätigt. Horst prägte die kulturelle Arbeit des Verbandes in maßgeblicher Weise. Bei freidenkerischen Wochenendfahrten, Stadtrundgängen, Museumsbesuchen und durch Vorträge ließ er uns immer wieder an seinem umfangreichen Wissen teilhaben.

Auch wer Horst und sein ungewöhnlich scharfes Gedächtnis gut kannte war doch immer wieder überrascht auf wie vielen Gebieten er über konkrete Kenntnisse verfügte. Wir haben viel von ihm gelernt, insbesondere konnte er die Geschichte der demokratischen, der freidenkerischen und der Arbeiterbewegung vermitteln. Es ist ihm gelungen, den roten Faden des Geschichtsverlaufs aufzuzeigen und ebenso dessen Widersprüche darzustellen.

Wir werden Horst nicht vergessen.

 

 

Die Ruhrkampf Revue

Aufführung in Frankfurt am Main

Samstag, 14. Januar 2012

Fachhochschule Frankfurt

Aula des Fachbereichs 1, Nibelungenplatz 1

Beginn: 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr

 

Eintritt im Vorverkauf:

12 Euro (Voll)

8 Euro (Studenten/Erm.),

 

Abendkasse: 14/12 Euro

 

Kartenvorverkauf:

Volkshaus Darmstadt Halkevi e.V.

Luisenstraße 2

Tel: 06151-95079

 

Veranstalter:

AStA Fachhochschule Frankfurt

 

 

Die RUHRKAMPFREVUE erzählt in Szenen und Liedern von den Kämpfen der Arbeiter im Ruhrgebiet gegen einen Militärputsch („Kapp-Lüttwitz-Putsch“) vom März 1920. Erzählt von Generalstreik und bewaffnetem Kampf der ROTEN RUHRARMEE, die in wenigen Tagen die reaktionären Truppen aus dem Ruhrgebiet hinausdrängten, erzählt von den revolutionären Versuchen, in den Vollzugsräten einen demokratischen Alltag zu organisieren, erzählt aber auch von Verrat und Niederlage, nachdem die von der SPD geführte Koalitionsregierung wieder nach Berlin ins Amt zurückgekehrt war.
Die Idee, an dieses Stück deutscher Geschichte zu erinnern, entstand, als Essen und das Ruhrgebiet zur Kulturhauptstadt 2010 gekürt wurde, aber dieses Kapitel der eigenen Geschichte übersah, vergaß oder nicht würdigen wollte. Dass wir diese RUHRKAMPFREVUE nun auch in anderen Landesteilen zeigen, verweist darauf, dass Generalstreik und bewaffnete Kämpfe 1920 in vielen Ecken des damaligen Deutschen Reiches stattfanden und auf diese Weise erinnert werden sollen.
Unterhaltsam und berührend dargeboten durch HORSTsTheaterMaschin' - eine Gruppe von AmateurschauspielerInnen, die allesamt in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets als Arbeiter und Angestellte ihr Brot verdienen, professionell angeleitet von den Musikern (Jonas Körfer aus Köln, dessen Kompositionen, zusätzlich zu denen von Peter Janssens, am Piano umgesetzt werden von Suse Vöhringer) und der Regie (Eberhard Boeck aus Stuttgart, der auch den Text von Yaak Karsunke erweitert hat um Szenen und neue Liedtexte)

www.ruhrkampfrevue.de

 

Mittel gegen den Hochmut

der Großen

Viel Klagen hör ich oft erheben

vom Hochmut, den der Große übt.

Der Großen Hochmut wird sich geben,

wenn unsere Kriecherei sich gibt

Gottfried August Bürger, 1747 - 1794

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde,

der Kreisvorstand der DKP Darmstadt-Dieburg wünscht euch allen erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012

 

 

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