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BND im Kosovo: die Xhesairi-AffäreAuch in der Schweiz machen die Vorgänge um die deutsche Kosovo-Expedition SchlagzeilenDas für die Geheimdienste zuständige Parlamentarische Kontrollgremium befasste sich dieser Tage mit einem Fernsehbericht, wonach dem deutschen Kontingent Hinweise auf die sich zusammenbrauenden Unruhen vorlagen. Einsatzkräfte in Kosovo sollen einige Wochen zuvor ein Telefongespräch abgehört haben, in dem ein Führer der früheren albanischen UCK-Miliz namens Samedin Xhesairi die Anweisung gegeben habe, «in zwei bis drei Wochen für Bombenstimmung» zu sorgen. Der unter dem Nom de Guerre «Hoxha» bekannte Islamist sei zeitweise auch Informant des Bundesnachrichtendienstes (BND) gewesen. Aber BND und Bundeswehr hätten die Warnungen ignoriert. Alle Beteiligten - ob Regierung, Streitkräfte oder Geheimdienst - äussern sich zu dem Vorgang nur ausweichend. Die Stellungnahmen sind aber so abgefasst, dass sie die Kernpunkte des Berichts nicht dementieren. Von deren Richtigkeit ist daher auszugehen. Allerdings geben die Vorwürfe bestenfalls die halbe Wahrheit wieder... Der BND hat wenig Informanten in den streng abgeschotteten Clans. Führungsfiguren bleiben im Hintergrund oder lassen sich nur schwer einschätzen, weil sie in Personalunion respektierte Honoratioren und kriminelle Drahtzieher sind. NZZ 27.11.2004 (eg): "Landser in den Schluchten des Balkans" www.nzz.ch/2004/11/27/al/page-articleA0TNE.html Quelle: "Friedenstreiber-Agentur" |
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