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Bundeswehr: Scheinhinrichtungen in AfghanistanSoldat erhebt Vorwürfe gegen Kameraden: Hinrichtungs-Fotos mit afghanischem Kind04. Nov 18:28 Bundeswehr-Soldaten sollen in Afghanistan eine Scheinhinrichtung mit einem lebenden Kind durchgeführt haben. Das behauptet ein ehemaliger Soldat. Das Verteidigungsministerium verlangt Beweise. Soldaten der Bundeswehr haben nach Aussagen eines Unteroffiziers ein einheimisches Kind in Afghanistan für Scheinhinrichtungs-Fotos missbraucht. Die Vorfälle hätten sich im Jahr 2002 auf einer Patrouillenfahrt in Kabul ereignet, zitiert die «Berliner Morgenpost» am Samstag den Berliner Unteroffizier, der in Afghanistan zu den Versorgungseinheiten gehört hatte. Ein Soldat habe einen kleinen afghanischen Jungen zu sich gerufen, ihn in den Schwitzkasten genommen und ihm eine geladene Waffe an den Kopf gedrückt, so das Blatt. Vier bis fünf Kameraden hätten dann mit ihren Digitalkameras Fotos gemacht. «Der Junge hatte unglaubliche Angst, bis er bemerkt hat, dass er nicht wirklich erschossen wird,» wird der Unteroffizier zitiert. Hinterher sei dem Jungen ein Dollar «als Lohn» in die Hand gedrückt worden. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministerium sagte der Netzeitzung, der Soldat solle dem Ministerium schnellstmöglich Beweise vorlegen. Lägen diese vor, werde das Ministerium dem Vorwurf «schnell und gründlich» nachgehen.(nz) Quelle: Netzeitung, www.netzeitung.de |
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