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EU: Künftig Entwicklungshelfer als Hilfskombattanten?Was in Afghanistan angefangen hat und im Irak etwas anders fortgesetzt wird, soll zur Methode der EU werden: die verharmlosend "Verschränkung" genannte Zusammenarbeit von Militärs und Entwicklungshilfeprojekten in Kriegs- und Nachkriegsgebieten. Um bei der Bewältigung internationaler Krisen künftig effektiver wirken zu können, legte der niederländische Verteidigungsminister Henk Kamp ein "Denkpapier" vor. Darin plädiert er dafür, Militär, Polizei und Entwicklungspolitik nicht mehr als getrennte Bereiche zu begreifen, sondern sie miteinander zu integrieren. Unter Hinweis auf Irak und Darfur in Sudan meinte Kamp, dass es "keine funktionierende Regierung ohne eine funktionierende Sicherheit" geben könne. FR 19.03.2005 (Winter): EU denkt über neues Krisenmanagement nach Niederländischer Minister regt an, Entwicklungs- und Sicherheitspolitik aufeinander abzustimmen Was das zur Folge hat, kann man bestens am Beispiel Irak nachvollziehen. Dort wird die Polizei bereits von der Widerstandsbewegung als das begriffen, was sie wirklich und nach dem erklärten Willen der Besatzung ist: als bewaffnetes Organ der Besatzer und deshalb legitimes Angriffsziel. Die grausigen Konsequenzen kann man mitunter mehrfach die Woche im TV sehen. Auch die Ausbildung irakischer Polizisten durch die Bundesregierung läßt sich so ohne weiteres als aktive Kriegsunterstützung begreifen. Entwicklungshilfeorganisationen werden gar nicht erbaut davon sein, daß ein künftig "embedded" sein sollen, wenn das Konzept weiter durchgesetzt wird. In Afghanistan *scheint* diese Einbettung zur Zeit noch gut zu gehen, doch wundern sollte man sich nicht, wenn diese Helfer nicht als Zivilisten, sondern als militärische Assistenten der Besatzungstruppen angesehen werden. Damit erhielten sie nolens volens eine neuen Status als "Hilfskombattanten" (mir fällt kein besseres Wort ein). Noch könnte es möglich sein, dieser Entwicklung der Entwicklungshilfe gegenzusteuern. Quelle: Friedens-Treiber-Agentur |
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