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Irak: Lügenmärchen der US-Besatzung entlarvt

Ohne Zweifel war das Regime Saddam Husseins auch eines, welches für polizeistaatsübliche Verbrechen aller Art "gut war". Es gibt genügend Zeugen, die dieses am eigenen Leibe erlebt haben und bestätigen können.

Doch typisch für den Bush und seine Entourage war und ist, daß sie selbst die ganze Welt betrügen zu können glauben und sich in ihrem dafür eingerichteten Lügengebäude immer wieder verlaufen. Es ist eine Binsenweisheit, daß Lügen schwerer zu kontrollieren sind als die Wahrheit und dies allein schon ein Grund sein sollte, letztere zu bevorzugen ;-)

Das o.g. allgemeine Wissen über den Saddam-Staat reichte der US-Besatzung gerade in den ersten Tagen der noch frischen Besatzung nicht, man brauchte das ultimativ Bestialische für die Rechtfertigung des eigenen Krieges und der eigenene Gewaltherrschaft. Deshalb schreckte man nicht davor zurück Polizeiterror, Folter, Vergewaltigung und Mord zu einem besonders abscheulichen, blutrünstigen Cocktail zu mixen und zu instrumentalisieren, basierend allerdings auf freier Erfindung.

Dazu bedurfte es einer Zeugin, die man in Jumana Hanna fand. Die Irakerin erschien eines Tages im Juli 2003 bei der Besatzungsbehörde, das war damals die Coalition Provisional Authority, in Bagdad und gab an, unter Saddam Hussein Regime 2 Jahre lang aufgrund falscher Anschuldigungen eingekerkert, gefoltert, vergewaltigt worden zu sein. Sie gab auch, was sehr ungewöhnlich für solche Fälle ist, die Namen der Polizeibeamten an, die sie gefoltert haben sollen.

Doch als einige mißtrauische Journalisten den Erzählungen Jumana Hannas hinterherstiegen...

Es war Lug und Trug aus Tausenundeiner Folternacht:

Alle 9 Polizisten, deren Namen sie als Vergwaltiger udn Folterer angab: sie wurden freigesprochen, man hatte schlicht keine Beweise in der Hand.

Das Massengrab im Hof der Polizeiakademie: es gab ein paar aus welchen Gründn auch immer vergrabene Kuhknochen, aber keine menschlichen Skelette.

Ihr Mann, der in dem gleichen Gefängnis, in dem sie einsaß, erschossen wurde: er erfreut sich heute guter Gesundheit.

Das Gesetz, aufgrund dessen sie inhaftiert zu sein angab: es existiert nicht.

Ihre Mißhandlungen und ihre Vergewaltigung: ein von den US-Behörden seinerzeit zugezogener Arzt konnte sie nicht verifizieren.

Es folgt ein Zitat aus einer Mail von J., der mir die Story mailte:

Die Geschichte wird im Esquire sehr ausführlich von einer Journalistin erzählt, die eine Biografie über Hanna schreiben wollte und irgendwann feststellt, daß sie massiv getäuscht wurde.

Sara Solovitch, The American Dream, Esquire, January 2005, Volume 143, Issue 1 www.keepmedia.com/pubs/Esquire/2005/01/01/680085?extID=10026

[...]

Der Clou ist, dass sich eine Vielzahl von Kriminalbeamten, Richter und Staatsanwälte mit Hannas Fall befaßten und es an sich keines besonderen kriminalistischen Gespürs bedurft hätte, um die Lügen zu entlarven. Eine Überprüfung leicht zugänglicher Daten, wie z.B. das irakische Strafgesetzbuch dieser Zeit, hätte gereicht um die ersten Eckdaten ihrer Geschichte zu erschüttern.

Da die Geschichte so hervorragend ins Bild paßte, das sich alle Beteiligten vom Irak machten oder machen wollten, kam sie damit auf luxuriöse Weise bis nach Washington. Wolfowitz machte von ihrer Horrorgeschichte ausgiebig Gebrauch bei Senatsanhörungen um den Krieg auch nachträglich noch zu rechtfertigen.

Sicherlich ist dies ein extremer Fall, legt aber den Schluß nahe, daß auch in anderen Fällen Vorwürfe nicht sonderlich sorgfältig geprüft werden.

Esquire Januar 2005 (Solovitch) The American Dream www.keepmedia.com/pubs/Esquire/2005/01/01/680085?extID=10026

NYT 21.01.2005 (Wyatt) Iraqi Refugee's Tale of Abuse Dissolves Upon Later Scrutiny www.nytimes.com/2005/01/21/international/middleeast/21fraud.html

WP 20.01.2005 (Finn): Threads Unravel in Iraqi's Tale Story of Husband's Execution Contradicted by Relatives Who Say He Is Alive www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A22249-2005Jan19.html

Quelle: Friedens-Treiber-Agentur FriedensTreiberAgentur.de

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