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Quelle: SLOBODA - Freedom Association Belgrad (Email v. 04.12.03)Wahlaufruf von Präsident Slobodan Milosevic (3. Dezember 2003)Präsident Slobodan Milosevic hat am 3. Dezember per Telefon gegenüber dem Führungsausschuss der Sozialistischen Partei Serbiens (SPS), dem höchsten Organ seiner Partei, eine Erklärung zu den vorgezogenen serbischen Parlamentswahlen am 28. Dezember 2003 abgegeben. Die SPS kämpft für mindesten 20% der Sitze. Die Wahlliste trägt den Namen "Sozialistische Partei Serbiens - Slobodan Milosevic". Spitzenkandidat ist Präsident Slobodan Milosevic selbst. Sein Kampf gegen das Haager "Tribunal", Instrument der kolonialen Beherrschung Serbiens, hat ihn zum angesehendsten Politiker des Landes gemacht. Seine Erklärung hat folgenden Wortlaut: Liebe Genossinnen und Genossen,ich grüße Euch und möchte Euch sagen, dass wir alle zusammen die Pflicht haben, für den Sieg zu kämpfen und zu gewinnen. Dies liegt im Interesse des ganzen Volkes, jeder Familie und jedes Einzelnen. Aus der Sicht des Einzelnen, der Familien und des Volkes betrachtet, will jeder in einem wohlhabenden, entwickelten, sicheren und glücklichen Land leben. Um all das zu sein, muss Serbien frei sein. Daher ist die Freiheit das Ziel, das über allen anderen Ziele stehen muss. Dies Ziel ist erreichbar, auch wenn es schwer zu erreichen ist. Es ist erreichbar, weil die Wahrheit die mächtigste Waffe ist. Es ist schwer, da große Anstrengungen, viel Arbeit und eine feste Einheit erforderlich sind, damit diese Wahrheit Herz und Hirn jedes Bürgers erreicht. In diesen Wahlen hat das serbische Volk die historische Pflicht, die Wahrheit zu wählen. Vor drei Jahren warnte ich die Bürger von Serbien, was geschehen werde, wenn die willigen Vollstrecker ausländischer Mächte, bzw. ihrer Regierungen, an die Macht kämen. Alles geschah genau so, wie ich sagte - niemand kann das heute bestreiten. Die Sozialistische Partei Serbiens hat die Pflicht und die Fähigkeit, die Kräfte zu sammeln und zu mobilisieren, welche die Prozesse umkehren werden, die heute Serbiens traurige Lage kennzeichnen - im Interesse der Bauern, im Interesse der Arbeiter, Intellektuellen, im Interesse der Kosovo-Märtyrer, im Interesse von jedem, der von seiner eigenen Arbeit lebt - wie auch im Interesse des serbischen Volkes, der nationalen Würde und der Würde jedes Bürgers. Ich habe Milutin Mrkonjic als Premierminister vorgeschlagen, weil er ein Mann ist, der aufbaut und dies in schwersten Zeiten bewiesen hat. Serbien braucht eine Million neue Arbeitsplätze, es braucht Wohnungen, Krankenhäuser, Schulen, Straßen, Eisenbahnen, Brücken, es braucht eine unverzügliche Verbesserung des Lebensstandards, sowohl gesellschaftlich wie privat, für alle - von den Säuglingen in den Kliniken bis zu den Rentnern. Serbien liegt in Europa; es hat keinen Grund, unterwürfig in irgend einem Wartesaal zu sitzen. Es gibt keine glücklichen Bettler oder wohlhabenden Kolonien. Eine schnelle Integration in die gegenwärtige Welt kann nur durch unsere eigene erfolgreiche Entwicklung erreicht werden - nicht durch Gnade oder auf Anordnung äußerer Faktoren. Daher sollte Serbien für die Wahrheit stimmen, sollte für Serbien stimmen. In diesem Sinne möchte ich Euch mindestens dies eine Mal noch die Botschaft senden, das wir alle zusammen die Pflicht haben, für den Sieg zu kämpfen. Bis zum Sieg! |
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