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5000 x 5000

8% Profit - oder darf's noch mehr sein?

Mo + Di + Mi + Do + Fr + Sa = 48 Stunden

48 Stunden + 12 Überstunden = 10 Std. Arbeitstag an 6 Tagen, so hätten sie es gerne, die Herren Piech und Hartz. Das ganze dreischichtig, auch der Samstag. Und selbstverständlich ohne Zuschläge.

So verlangt es der "Wettbewerb" - nein, nein, nicht die Maximalprofit-Phantasien dieser Herren. Und selbstverständlich befristet, wer konnte was anderes annehmen? Drei Jahre buckeln und nicht krank werden, um übernommen zu werden - die bis zum letzten Jahr befristeten KollegInnen kennen das noch.

Arbeiten ohne Ende?

Mehr als 100 Jahre hat die Arbeiterbewegung um den 8-Stunden-Tag gekämpft. Immer verlangte der "Wettbewerb" Arbeiten ohne Ende - oder war es nicht immer die Profitgier des Kapitals.

Es ist noch nicht lange her, da haben wir gegen Samstagsarbeit gekämpft. "Samstags gehört Papi der Familie!". Das Unternehmerlager sagte mal wieder das Ende der "Wettbewerbsfähigkeit" voraus.

In Emden und Wolfsburg haben im letzten Jahr die Kolleginnen und Kollegen gegen die befristeten Verträge demonstriert. Damals war klar, unsere Interessen sind eben nicht dieselben wie die der profitorientierten Kapitalgesellschaft VW.

Wir abhängig Beschäftigte wollen auch in Zukunft bei Volkswagen und anderswo:

  • Gute Arbeitsbedingungen
  • Humane Leistungsbedingungen
  • Löhne und Gehälter, die der Arbeitsproduktivität angemessen sind
  • Mitbestimmung bei der Lage und der Dauer der Arbeitszeit.

Die Herren Piech, Hartz, Adelt und Co. wollen den Maximalprofit, und dafürbrauchen sie den AMPV-Arbeiter.

Der AMPV-Arbeiter

8% Profit das Ziel, da kommt VW "normal" nicht weiter,
drum formen sie den AMPV-Arbeiter.
Er ist artig, muckt nicht auf,
legt täglich noch 'ne Schippe drauf.
Er ist willig, sehr geduldig,
fühlt sich sofort auch richtig schuldig,
wenn die Produktion mal stockt.
Das ist etwas, was ihn schockt.

Hochmotiviert und stets bereit
mit flexibler Arbeitszeit,
arbeitet er, mal kurz, mal lang,
nur der Firma gilt sein Dank.
Urlaub ist auch im Winter schön
und er findet's sehr bequem,
dass man im Sommer länger produziert,
weil er dann ja auch nicht mehr friert.

Wird er krank, statt Krankenschein,
reicht er den Resturlaub ein.
Fehlzeiten darf es nicht mehr geben,
auch Aktionäre wollen leben.
Bis zur Rente Tag für Tag,
dann gibt er schnell den Löffel ab.
Nur die Arbeit macht ihn froh.
Pass nur auf! Die wollen uns alle so.

aus: Roter Käfer

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