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Millionenprojekte in DarmstadtAber Sportförderung ausgesetztDie Folgen der Finanzkrise können die Kommunen nicht aus eigener Kraft bewältigen Dies kann auch Darmstadt nicht. "Die Krise sei angekommen " - so Oberbürgermeister Hoffmann(SPD) bei der Vorstellung des Haushaltes 2010. Dort klafft eine Lücke von 52,9 Mio. €- die Gesamtverschuldung Darmstadts liegt bei 620 Mio. €. OB Hoffmann sieht Darmstadt als eine Stadt der Kultur, der Kunst, der Museen, der Theater und als eine Sportstadt. Dies ist die Sichtweise eines Schöngeistes - die Realität sieht anders aus- gebaut mit Zum Beispiel so : Ende 2007 wurde Darmstadts neues Wahrzeichen fertig. Das Kongresszentrum "Darmstadtium" - gebaut mit 92 Mio € aus städt. Mitteln - das Land Hessen stellt lediglich das Grundstück. Die Partei "Die Linke" bezeichnete dieses Vorhaben im Stadtparlament als Großmannssucht und Verschwendung öffentlicher Mittel. Das Darmstadtium sei die größte Fehlinvestition Darmstadts. Die Zahlen geben Ihnen recht. 2008 kostete die Unterhaltung den Steuerzahler 3,1 Mio. € bei einer Auslastung von knapp mehr als 10 Prozent. 2009 erhöhte sich das Defizit auf 4,1 Mio €. Dich damit nicht genug. Als gäbe es keine Krise, beschloss das Parlament im Januar 2010 mit Stimmen von FDP,CDU und SPD noch den Bau der Bordostumgehung bei geplanten 50 Mio. € Kosten für Darmstadt. Ein Bürgerbegehren gegen dieses Projekt wurde von den Kapitalparteien im Parlament abgelehnt. Der Linkenabgeordnete Böck wies völlig zu Recht darauf hin, dass man erst einmal die Straßen Darmstadts sanieren soll, ehe man an den Bau der Nordostumgehung denke. Und schon rächt sich die Großmannssucht. Die Kommunalaufsicht schaffte Fakten. Das Regierungspräsidium genehmigte den Haushalt 2010 nicht. Leiden müssen dieKleinen - auch die Sportvereine. Freiwillige Leistungen sind ab sofort unzulässig, die Abschlagzahlungen an die Vereine bis Juni 2010 ausgesetzt. Das Jahr 2010 beginnt für die Vereine Darmstadts mit einem Katzenjammer. Einige flüchten sich in Galgenhumor: Wir erhöhen einfach unsere Beiträge"- so ihr Kommentar. Jetzt kann z.B. der Eishockeyclub RSC die 100 000 € Mietkosten für seine Halle nicht mehr bezahlen. Ähnlich geht es den Vereine RW - DJK/SSG - TG 75 oder TG Bessungen Darmstadt. Sie sind mit der Unterhaltung ihrer Anlage überfordert und betrachten ungläubig wie das Stadtparlament Darmstadt Großprojekte großzügig beschließt. Unterdessen verkommt die Sportstadt Darmstadt (wie OB Hofmann(SPD) sie nennt) zur Bruchbude. Die Vereine aber sollen nun sparen, kooperieren und Synergien nutzen - sonst erhalten sie bald gar nichts mehr. An der Nordostumgehung soll in jedem Fall fest gehalten werden. Da werden selbst falsche Zahlen zur Begründung heran gezogen. Freuen können sich darüber nur die beteiligten Firmen. Die Interesse der Bürger und Bürgerinnen an öffentlichen Investitionen, die Ihnen nützen, Investitionen, die ihre Lebensqualität fördern, wird ignoriert. Die Darmstädter/innen werden von OB Hoffmann(SPD) billig abgespeist. Der sagte: In der Krise müssen wir eng zusammenrücken. Am besten im Darmstadtium - Platz genug ist ja.. Werner Bischoff Werner Bischoff |
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