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Tritte, Knüppel und Drohungen

Polizeigewalt gegen Streikende im Öffentlichen Dienst

Zu einem massiven Polizeieinsatz kam es während des Streiks des öffentlichen Dienstes am Montagmorgen in Osnabrück.

150 Kolleginnen und Kollegen hatten seit den frühen Morgenstunden verhin dert, dass Streikbrecher das Gelände des Abfallwirtschaftsbetriebes verlassen konnten. Müllabfuhr und Straßenreinigung waren so komplett aus dem Dienst. Entschlossen standen die Streikenden in einer Menschenkette vor den abfahrbereiten Müllwagen, als die Polizei sie aufforderte, den Weg frei zu geben. Unmittelbar darauf gingen die ca. 30-40 Beamten gegen die Beschäftigten vor. Durch Tritte, Verdrehen von Armen und Köpfen, kräftiges Schubsen und Drohungen gelang es der Staatsmacht, den Weg für die Streikbrecher frei zu räumen. Der Skandal wurde noch dadurch getoppt, dass "1-Euro-Jobber" auf den Müllwagen eingesetzt wurden, wodurch die Müllentsorgung erst möglich wurde. Sogar als Fahrer wurden sie eingesetzt, was selbst gegen die eigenen Richtlinien der Stadt verstieß.

Dreiste Drohungen vom CDU-Stadtrat

Der 1. Stadtrat Leyendecker, der dieses Vorgehen der Polizei und den Einsatz der "1-Euro-Jobber" zu verantworten hat, schickte nachmittags noch eine Drohung hinterher: ver.di soll Schadenersatz für die geleisteten Überstunden der Streikbrecher zahlen und den am Streik teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen wurden rechtswidrig arbeitsrechtliche Konsequenzen angedroht.

WK

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