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Bericht von der LLL-Demo in Berlin 2002

Begeisternde LL-Demo Berlin: Mehr als 100.000 Menschen in einem Meer aus roten Fahnen gegen Krieg und Militarismus

Am 13. Januar 2002 gedachten in Berlin mehr als 100.000 Menschen der RevolutionärInnen der Novemberrevolution 1918/1919. Insbesondere Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, beide heimtükisch mit Wissen der damaligen sozialdemokratischen Regierung von nationalistischer Offizieren ermordet, galt das Gedenken. Mehr als 20.000 Menschen zogen, Lieder der Arbeiterbewegung singend, in einem mächtigen Demonstrationszug durch die Berliner Straßen zur Gedenkstätte, weitere zehntausende kamen direkt dorthin.

Liebknecht und Luxemburg waren beide weltweit bekannte und geachtete KomunistInnen, die sich konsequent gegen Militarismus und Krieg wendeten. Gerade in diesem Jahr 2002, dem "Jahr der Kriege" (Bundeskanzler Schröder in seiner Neujahrsansprache), hatte die Demonstration besondere Bedeutung. Karl Liebknechts über die Jahrzehnte hinweg erhaltene Feststellung "Der Feind steht im eigenen Land!" hat brandaktuelle Bedeutung. Die bundesdeutschen Konzernherren und ihre PolitikerInnen in Parteien und Parlamenten sind es, die die Kriege wollen, aufrüsten in für das Nachkriegsdeutschland nie gekanntem Ausmaß und die die SoldatInnen an die Fronten schicken! Die Demo war ein Signal: Wir, die Menschen wollen Frieden!

Hier in Düsseldorf haben wir von DKP schon im Dezember vergangenen Jahres begonnen, Busse zu organisieren, Plakate zu kleben, auf Flugblättern nach Berlin einzuladen. Mit großem Erfolg! Mehr als doppelt soviele Mitglieder der DKP und viele andere Menschen aus Düsseldorf haben sich auf den Weg nach Berlin zur LL-Demo (LL = Liebknecht/Luxemburg) gemacht. Es regt sich also auch in dieser Stadt der Widerstand! Da ändern weder CDU-OB Erwin mit seiner repressiven Kommunal- und Sicherheitspolitik etwas daran, noch die in dieser Stadt ansässigen Konzernzentralen.

Die LL-Demonstrationen in Berlin waren in den Jahren seit 1995 Ziel zahlreicher brutaler Polizei-Angriffe. In diesem Jahr verhielt sich die Polizei friedlich. Kein Heer von schlagstockbewehrter Sondereinsatzkommandos war im Einsatz, nur einige wenige PolizistInnen in normaler Montur. Entsprechend friedlich, ja geradezu fröhlich verlief die Demonstration. Trotz Teilnahme eines starken "schwarzen Blocks". Der Beweis dafür, dass hochgerüstete Polizeitruppen, Angriffe agressiver Sondereinheiten und entwürdigende Überwachungs- und Kontrollrepressionen Ursache und Anlass für Gewalt sind. Die Gewalt geht auch konkret von staatlicher Repression aus.

Zurückgekehrt nach Düsseldorf verabschiedeten sich die TeilnehmerInnen:

Auf Wiedersehen bis nächstes Jahr!!!

Stimmen zur Demo:

  • "Klasse dass es mit der DKP noch in letzter Minute geklappt hat!"
    M.S., 18 Jahre
  • "Zum Glück hats nicht geregnet in Berlin, und so kalt wie letztes Jahr war es auch nicht."
    R.M., 38 Jahre
  • "Ich war Samstag noch auf dem Antifa-Kongress. Das hat viel gebracht. Gute Diskussion, Klasse Stimmung, tolle Musik."
    A.A., 14 Jahre
  • "Super Quartier, Klasse Leute, Spitzenfrühstück - und das alles für nur 50 Euro."
    A.M., 54 Jahre
  • "So viele rote Fahnen habe ich noch nie gesehen."
    B.S., 11 Jahre
  • "Ich bin nächstes Jahr mit Sicherheit wieder dabei!"
    S.Q., 24 Jahre

Weitere super Bilder gibt's bei

www.arbeiterfotografie.com/galerie/reportage/

und

www.rotbild.de

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