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Kommunist, Antifaschist, GewerkschafterHelmut Büdinger wird 80Am 26. Januar 2005 feiert unser Genosse Helmut Büdinger seinen 80. Geburtstag. Seit über 55 Jahren gehört Helmut der kommunistischen Bewegung an. Höhen und Tiefen, Siege und Niederlagen waren zu bewältigen. Prägend für seine politische Entwicklung wurde die Zeit des Faschismus und der zweite Weltkrieg. Im Dezember 1944 schwer verwundet, im Juni 1945 der Verlust des linken Oberschenkel durch Amputation, weiß Helmut sehr genau was Krieg bedeutet. Sei es bei den Protesten gegen die Stationierung von Kurz- und Mittelstrecken in der BRD, bei Friedensdemonstrationen gegen das Munalager nahe Dieburg oder bei Protesten gegen den Irak-Krieg: Helmut hat nicht nur gegen den Krieg demonstriert, sondern immer auch auf die Kriegstreiber im Hintergrund hingewiesen. Sein Engagement auf der Orts- und Kreisebene des VdK hat ihm hohes Ansehen beschert. Mitten im kalten Krieg, auf einem Höhepunkt des Antikommunismus, wird er 1956 Vorsitzender der Ortsgruppe Brensbach. Helmut Büdinger stammt aus einem kommunistischen Elternhaus. Sein Vater Adam war bereits vor 1933 kommunistischer Gemeinderat und Beigeordneter in Ueberau, nach 1945 Kreistagsabgeordneter der KPD und Bürgermeister. Kampf gegen die Remilitarisierung, KPD-Verbot und Illegalität prägten den Kommunisten Helmut Büdinger. 1961 musste er wie viele andere Genossinnen und Genossen den Weg ins Gefängnis antreten. Zerbrechen konnte ihn das nicht, 1968 bei der Konstituierung der DKP war Helmut mit dabei. 15 Jahre war Helmut Kreisvorsitzender der DKP Darmstadt-Dieburg, anschließend Kreiskassierer und als solcher bis heute tätig. Durchführung von Kulturveranstaltungen, Organisation von DKP-Zelttagen, Gewinnung neuer Leserinnen und Leser für unsere Zeitung UZ, Teilnahme bei Wahlen auf Kommunal- ,Landes- oder Bundesebene. Die Liste der Aktivitäten ließe sich unendlich fortführen. Wer die Zukunftsinteressen der arbeitenden Menschen vertritt braucht einen Klassenstandpunkt. Von diesem Standpunkt aus hat Helmut immer auch die Wichtigkeit gewerkschaftlicher Tätigkeit betont. Er war Mitglied im Bezirksvorstand der HBV, später in zahlreichen Funktionen des DGB. Gestern wie heute war sein Anliegen immer starke, kämpferische Gewerkschaften. So ist er auch heute noch Mitglied im DGB-Regionalvorstand Odenwaldkreis und im Seniorenarbeitskreis der DGB-Region Starkenburg. Die bittere Niederlage des Sozialismus in Europa in den Jahren 89/90 war auch für Helmut ein herber Rückschlag. Viele Mitglieder der DKP kehrten ihr in diesen Jahren den Rücken, Gruppen lösten sich auf, die DKP befand sich im freien Fall. Es ist wohl die größte Leistung des Kommunisten Helmut Büdinger hier nicht tatenlos zugesehen zu haben. Mit ungeheurer Energie hielt er zusammen, was noch zusammenzuhalten war. Im gesamten Kreisgebiet sorgte er für Aufrechterhaltung der Kassierung, führte Gespräche und erhielt so unsere Kreisstrukturen. Man kann mit Fug und Recht behaupten: Ohne Helmut Büdinger wäre unsere Kreisorganisation in der heutigen Form nicht denkbar. Unser Genosse Helmut Büdinger ist nach all diesen Jahren nicht verbittert oder resigniert. Im Gegenteil: sein Optimismus und seine Art Probleme anzugehen sind auch Motivation für andere. Seine menschliche Größe, sein Wissen und sein Engagement haben ihm weit über die kommunistische Partei hinaus Anerkennung und Freunde gewonnen. Wir hoffen ihn in Zukunft so weit zu entlasten, dass er für seine Hobbys Bücher, Musik und die Fotografie mehr Zeit hat. Wir wünschen ihm und unserer Genossin Frieda noch viele weitere gemeinsame Jahre und vor allem Gesundheit. DKP Kreisvorstand Darmstadt-Dieburg-Bergstraße |
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