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Stadtverordnetenfraktion DKP Reinheim

Alle reden vom Klimaschutz - warum nicht auch mal die DKP Reinheim?

Im Februar beantragte die DKP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, dass auch unsere Stadt einen Beitrag zum Klimaschutz leisten soll.

Dazu gibt es eine Vorgeschichte. Von anderen Fraktionen in der StVV (FDP, FWG, CDU) gab es immer wieder Vorschläge zu einzelnen Maßnahmen, die auch zum Klimaschutz beitragen sollten: die Überprüfung der städtischen Gebäude mit der Wärmebildkamera und die Umstellung des städtischen Fuhrparks auf Gasbetriebene Fahrzeuge. Weitgehend erfolglos - die Vorschläge wurden von der Mehrheit abgelehnt (als zu aufwändig oder nicht sinnvoll), oder auf ein Mindestmaß "geschrumpft".

In den langen Diskussionen zu diesen Themen zeigte sich eines: man kann lange und erfolglos über einzelne Maßnahmen diskutieren, wenn man sich nicht darüber einigt, welches Ziel eigentlich erreicht werden soll. Wie viel Klimaschutz will oder soll Reinheim erreichen? Und welchen Einsatz ist es uns wert?

Darauf folgt dann gleich die nächste Frage: wo stehen wir heute beim Klimaschutz? Wie viel Energie geht bei den städtischen Gebäuden heute "durch den Schornstein", und mit welchen Maßnahmen sollte man anfangen, um am meisten zu erreichen?

Deswegen steht im Antrag der DKP:

Die Verwaltung soll für jedes städtische Gebäude ermitteln, wie viel Energie verbraucht wird, und ob dieser Verbrauch angemessen ist (klar, dass eine Turnhalle und ein Wohnhaus da unterschiedlich bewertet werden müssen).

Wenn damit ein klares Bild hergestellt wurde, sollen Verbesserungsmaßnahmen geplant werden, durch die der Ausstoß von CO2 abgesenkt wird. Die europäische Union fordert z.B. eine Absenkung um 20% bis 2020 im Vergleich zu 1990.

Energiepass oder Kommunales Energiemanagement

Alle reden vom Klimaschutz, natürlich auch Grüne und SPD in Reinheim. In den Koalitionsvereinbarungen von 2006 steht auch: "Für alle städtischen Gebäude soll ein Energiepass erstellt werden". Auf die Umsetzung darf man da gespannt sein, nachdem der Vorschlag der FDP mit der Wärmebildkamera als zu aufwändig abgelehnt wurde. Ein Energieausweis (das ist inzwischen die amtliche Bezeichnung) muss von Experten erstellt werden - evtl. mit noch mehr Aufwand, als bei dem Vorschlag mit der Wärmebildkamera angefallen wäre. An dem Verfahren gibt es auch eine Menge Kritik (s. den Verweis zu Wikipedia am Ende).

Die DKP hätte trotzdem kein Problem damit, wenn die Stadt jetzt mit dem Energieausweis anfinge - das wäre dann immerhin ein Anfang. Dann aber bitte auch zügig und mit einem Abschluss in einem überschaubaren Zeitraum.

Warum aber nicht erst einmal das tun, was heute schon jeder vernünftige Hausbesitzer macht: sich informieren, wie viel Gas-, Öl- oder Strom das eigene Gebäude vernünftiger weise verbrauchen sollte - und dann mal einen Blick in die entsprechenden Rechnungen werfen?

Danach darf's dann gerne auch noch etwas mehr sein: in ihrem letzten Haushalt hat die Stadt 10.000 EUR für eine "Facility Mangement" Software vorgesehen, die nach Meinung der Experten gerade diese Auswertung leisten sollte. Andere Gemeinden sind bei dieser Gelegenheit in ein "kommunales Energiemanagement" eingestiegen. Das wäre auch für Reinheim ein richtiger Schritt. Aber erst der zweite - vorher müssen wir uns noch über den ersten einig werden.

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