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Volkszählung 2011WiderstandIm Mai 2011 ist es wieder so weit: das deutsche Volk soll gezählt werden. Ganz anders als 1983? Zumindest die "älteren Semester" erinnern sich wahrscheinlich noch an die Volkszählung, die zunächst für 1983 geplant war. Nach demMotto "1983 ist nicht 1984" gab es damals eine breite Massenbewegung gegen die Zählung. Vorerst gestoppt wurde sie dann durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts - und auf 1987 verschoben. Auch 1987 gab es wieder eine Gegenbewegung; die Zählung wurde letztendlich durchgezogen, aber der Widerstand ihrer Gegner praktisch hingenommen. Damals wurde gesagt: diese Zählung sollte die letzte dieser Art in Deutschland sein. Mikrozensus? Mikrozählung?Seit 1987 wurde nur noch der "Mikrozensus"durchgeführt: die Zahlen aus 1987 wurden durch Informationen aus der Verwaltung (z.B.Meldeämter) fortgeschrieben. Für die Zählung im Mai ist angekündigt: "Zwei Drittel der Bevölkerung werden beim Zensus gar nicht befragt - und trotzdem werden sie bei der Zählung berücksichtigt". Der größte Teil der Daten kommt wiederaus Ämtern, der Rest wird durch Zählungen"vor Ort" Damit wirkt das Ganze harmloser als früher, und viele werden sich mit der Hoffnungzufrieden geben, dass bei ihnen sicher kein Zähler vor der Türe stehen wird. Volkszählung wofür? Geblieben ist das Ziel: eine Rundumerfassung der Bevölkerung von oben herab. Geschaffen wird damit eine riesige Datenbasis für die Regierenden, die ihnen das Durchregieren erleichtern soll. Wir meinen: wenn man die Bedürfnisse derBevölkerung kennen will, sollte man sie fragen, zu Wort kommen lassen und direkt an Entscheidungen beteiligen. Die Volkszählung ist das Gegenteil davon. Zum Widerstand ist es nicht zu spätAuch gegen die Volkszählung 2011 gibt es Widerstand - im Zeitalter des Internets führt der schnellste Weg dorthin über www.zensus11.de (www.zensus2011.de ist dagegen die regierungsamtliche Seite). Dort findet man Informationen über die Hintergründe, und natürlich auch Möglichkeiten, sich zu wehren. Die nächste Ortsgruppe des AK Zensus ist in Darmstadt. Sie trifft sich jeden 1. und 3. Dienstag im Monat um 20.15 im Linkstreff Georg Fröba, Landgraf-Philipps-Anlage 32 (Nähe Rhein-/Neckarstraßenkreuzung), Darmstadt. |
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